Das 4. Neuhardenberger Jobfestival ist am Samstag um 15 Uhr erfolgreich zu Ende gegangen. Nach einem sonnigen, trockenen und sehr gut besuchten Veranstaltungstag ziehen Veranstalter, Aussteller und Organisatoren ein rundum positives Fazit.
Mehr als 100 Aussteller präsentierten sich im Großhangar und auf dem Außengelände des Flugplatzes Neuhardenberg. Unternehmen, Institutionen, Bildungseinrichtungen, Hochschulen, Behörden, Hilfsorganisationen und regionale Partner nutzten die Gelegenheit, direkt mit jungen Menschen, Berufseinsteigern, Fachkräften, Wechselwilligen und Familien ins Gespräch zu kommen. Die Aussteller zeigten sich durchweg zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung, der hohen Besucherresonanz und der Qualität der Gespräche.
„Für uns war das 4. Neuhardenberger Jobfestival ein voller Erfolg“, resümierte Airport-Chef und Veranstalter Uwe Hädicke. Besonders erfreulich sei, dass sowohl ein neuer Ausstellerrekord als auch eine starke Besucherresonanz erreicht wurden. Entscheidend sei nicht nur die Zahl der Gäste gewesen, sondern vor allem die Atmosphäre vor Ort: An den Ständen wurde den ganzen Tag über informiert, beraten, gefragt und vermittelt. Genau dieses lebendige Miteinander sei das Ziel der Veranstaltung.
Chancen für Ausbildung, Studium und berufliche Perspektiven
Im Mittelpunkt des Jobfestivals standen Ausbildung, Studium, berufliche Orientierung, Fachkräftesicherung und neue Perspektiven in der Region. Die Messe richtete sich an künftige Auszubildende, Studierende, Berufstätige mit Wechselwunsch sowie Menschen auf der Suche nach neuen beruflichen Wegen.
Gerade für Märkisch-Oderland und Ostbrandenburg zeigte das Jobfestival eindrucksvoll, welche Vielfalt an Arbeitgebern, Ausbildungsbetrieben und Entwicklungsmöglichkeiten vor Ort vorhanden ist. Der Airport Neuhardenberg versteht sich dabei ausdrücklich als Partner und Bestandteil der Region. Das Jobfestival hat erneut gezeigt, wie eng Wirtschaft, Bildung, Verwaltung, Infrastruktur, Luftfahrt und regionale Entwicklung miteinander verbunden sind.
Unterstützung durch Schirmherr René Wilke
Auch die politische Wertschätzung der Veranstaltung wurde deutlich: Mit René Wilke, Minister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Brandenburg, war der Schirmherr des 4. Neuhardenberger Jobfestivals persönlich vor Ort.
Sein Besuch und sein Engagement unterstrichen die Bedeutung des Jobfestivals für Ausbildung, Fachkräftesicherung und regionale Entwicklung in Märkisch-Oderland und Ostbrandenburg. René Wilke nahm sich Zeit für Gespräche mit Unternehmen, Institutionen, Hilfsorganisationen, Bildungspartnern und den vielen engagierten Akteuren der Veranstaltung.
Für den Airport Neuhardenberg und die Region ist diese Unterstützung ein wichtiges Signal: Die Herausforderungen dünn besiedelter Räume, die Sicherung von Fachkräften und die Entwicklung leistungsfähiger regionaler Infrastruktur werden gesehen. Zugleich macht die Präsenz des Schirmherrn deutlich, dass der Luftfahrtstandort Neuhardenberg mit seinen Potenzialen für Ausbildung, Wartung, Business Aviation, Katastrophenschutz und als ergänzender Infrastrukturstandort nahe Berlin stärker in den Blick rückt.
Airbus A320 der Sundair als besonderer Höhepunkt
Ein besonderer Höhepunkt war die Landung eines Airbus A320 der Sundair. Die Maschine war nicht nur ein Publikumsmagnet, sondern unterstrich zugleich die Bedeutung des Flugplatzes Neuhardenberg als Standort mit besonderem Potenzial.
Sundair, eine der wenigen echten deutschen Airlines mit Sitz in Stralsund und Basis in Berlin, war mit dem Flugzeug Teil der Veranstaltung und setzte gemeinsam mit weiteren Partnern aus der Luftfahrt ein sichtbares Zeichen für Ausbildung, Fachkräftegewinnung und die Zukunft des Luftfahrtstandortes. Auch die Deutsche Flugsicherung DFS, die Fachhochschule Wildau und der polnische Partnerflughafen Zielona-Góra/Babimost waren vertreten.
Im Bühneninterview unterstrich Sundair-Kapitän Sven Sund, wie wichtig ein leistungsfähiger Ausweichflugplatz in räumlicher Nähe zu Berlin sein kann. Dabei gehe es ausdrücklich nicht darum, in Neuhardenberg regulären Passagierverkehr aufzubauen – das sei weder Ziel des Airports noch der Airlines. Vielmehr gehe es um eine sinnvolle Ergänzung der bestehenden Luftverkehrsinfrastruktur in Berlin-Brandenburg.
Gerade bei verspäteten Flügen, die nach Schließung des BER um 24 Uhr nicht mehr in Berlin landen können, wäre ein geeigneter Ausweichlandeplatz in der Nähe von großem praktischem Nutzen. Bisher müssen solche Maschinen häufig nach Leipzig, Prag oder Hannover umgeleitet werden. Für die Passagiere bedeutet das anschließend oft stundenlange Busfahrten zurück nach Berlin. Ein entsprechend nutzbarer Standort in Neuhardenberg könnte hier Wege verkürzen, Abläufe verbessern und die gesamte Region als Luftfahrtstandort stärken.
Weiterentwicklung des Airports im Fokus
Neben der Messe selbst stand auch die weitere Zukunft des Airports im Fokus. Der Airport Neuhardenberg bietet Potenzial in Bereichen wie Maintenance, also Wartung und Instandhaltung, Business Aviation, Ausbildung, Katastrophenschutz sowie beim zeitweisen Abstellen von Flugzeugen, die für eine gewisse Zeit am Boden bleiben sollen oder müssen.
Die vorhandene Infrastruktur, die große Landebahn und die bestehende 24-Stunden-Genehmigung machen den Standort für diese Aufgaben besonders interessant.
Eine zentrale Botschaft zum Abschluss der Veranstaltung lautet: Der Airport Neuhardenberg benötigt für seine weitere Entwicklung die verlässliche Unterstützung bei der Erhaltung und Umsetzung des GPS-gestützten An- und Abflugverfahrens. Dieses satellitengestützte Verfahren ist ein wesentlicher Baustein für die Zukunftsfähigkeit des Standortes – insbesondere mit Blick auf Wartung und Instandhaltung, Geschäftsluftfahrt, Ausbildung, Katastrophenschutz, die Nutzung der bestehenden 24-Stunden-Genehmigung sowie die strategische Bedeutung als leistungsfähiger Ausweich- und Ergänzungsstandort in der Nähe des BER.
All diese Möglichkeiten stehen am Airport Neuhardenberg grundsätzlich zur Verfügung. Lediglich das seit Jahren nicht genehmigte GPS-gestützte Anflugverfahren steht einer weiteren positiven Entwicklung des Airports und der Luftfahrtinfrastruktur im Raum Berlin-Brandenburg weiterhin im Wege.
Das Land Brandenburg hat bereits deutlich gemacht, dass es hinter den Entwicklungsplänen des Flugplatzes steht. Nun ist entscheidend, dass das Verkehrsministerium die notwendigen weiteren Schritte mit dem Bund proaktiv begleitet und die erforderliche Unterstützung leistet, damit das GPS-gestützte Anflugverfahren dauerhaft gesichert und vorangebracht werden kann.
Dank an alle Beteiligten
Der Dank der Veranstalter gilt allen Ausstellern, Besucherinnen und Besuchern, Helferinnen und Helfern, Organisatoren, Partnern, Unterstützern sowie allen Beteiligten, die zum Gelingen des 4. Neuhardenberger Jobfestivals beigetragen haben.
Bei bestem Wetter, großem Engagement und vielen positiven Gesprächen wurde deutlich: Neuhardenberg und die Region haben starke Perspektiven.
Die nächste Auflage des Jobfestivals soll im kommenden Jahr folgen – verbunden mit der Hoffnung, dann auch weitere Fortschritte bei den zentralen Entwicklungsthemen des Airports präsentieren zu können.